Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player.

Startseite Über mich Meine Aktivitäten 2017 2017-2 2017-3 2017-4 2017-5 2017-6 2017-7 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 Schweden 2010 Meine Ausrüstung Meine Pläne Kontakt Gästebuch Rechtliches 

2017-5

Am nächsten Tag verführt uns das schöne Wetter und der grandiose Ausblick auf das Schloß Lackö zum trödeln und wir starten erst um 12 Uhr. Zuerst paddeln wir die paar Kilometer hinüber zum Schloß, bei dem wir schon die erste Pause einlegen, dann weiter in Richtung Lidköping. Nach wenigen Kilometern kreuzt zuerst ein Wikingerschiff unseren Weg, danach treffen wir die ersten und einzigen Paddler, denen wir auf unserer Tour begegnen, zwei Pärchen aus Köln die mächtig Stolz auf ihre, unseren weit überlegenen Plastebooten sind. Verwunderlich nur, dass Sie uns trotz identischem Kurs, die nächsten fünf Stunden nicht einholen.Weiter entlang des Ostufers Kållandsos erreichen wir um 14,30 Uhr die Durchfahrt zurück zum Dalsbosjön. Schlagartig ändert sich das Landschaftsbild. Kleine Seen (Ullersund, Vansjosjön, Hörviken, Flarkesjön) verbunden durch schmale Kanäle, an den Ufern viele Ferienwohnungen und Landwirtschaft. Ein krasser Gegensatz zu den bisher eher wilden und schroffen Schärengärten mit weitem Seeblick. Dieses anmutige Bild stören nur die lauten und oft rücksichtslosen Motorboote und Wasserscooter, die in Massen umherrasen. Erst als wir nach dem Flarkesjön in den Rackeby Schärengarten, mit seinen vielen kleinen, stark verschilften Inseln abbiegen, ist es wieder menschenleer. Die Platzsuche gestaltet sich dann, wegen der breiten Schilfgürtel, besonders schwierig, da kaum Möglichkeiten zum Anlagen vorhanden sind und erst auf der letzten Insel des Schärengartens, auf Aleholmen, werden wir schließlich fündig.Heute, am Sonntag würde es sehr windig werden, das sagt uns die Windfinder App schon seit Tagen voraus und so starten wir zeitig um 9 Uhr. Kaum biegen wir aus dem Windschutz des Schärengartens heraus, müssen wir gegen Windstärke vier ankämpfen, die unsere Fahrt deutlich verlangsamt. So arbeiten wir uns zum Hinden Riff, einer Landzunge die sechs Kilometer in den See ragt, vor. In deren Windschatten sammeln wir noch einmal Kraft. An der Landspitze angekommen erwartet uns eine steife Brise, hohe Wellen, starke Strömung und viele Klippen. Wir kämpfen uns durch diese Widrigkeiten und mit Wind und hohen Wellen, jetzt von seitlich achtern paddeln wir sechs Kilometer zurück auf den langen Sandstrand von Svalnäs zu. Dort führen uns zwei Dutzend Paraglider ihre akrobatischen Künste vor. Einige mit Luftsprüngen von drei Metern über unsere Boote. Wir kämpfen uns weiter, vorbei an Svalnäs, wieder in südlicher Richtung und der Wind bläst uns wieder die Gischt von vorne, mit mittlerweile Windstärke 5 bis 6, ins Gesicht und so halten wir Kurs auf die nächst beste, größere Insel in der Hoffnung dort einen guten Biwakplatz zu finden.So landen wir um 15 Uhr in einer windgeschützten Bucht auf Burken, mit einem schönen Biwakplatz, mit Blick nach NO zum Hinden Riff. Unser ursprünglicher Plan war, vom Hinden Riff auf die Westseite des Dalsbosjön zu wechseln, aber die Windverhältnisse, die die nächsten Tage auch noch so anhalten sollen, machten eine Querung von zwölf Kilometern unmöglich. So bleibt uns nichts anderes übrig, als weiter in Richtung Vänerborg zu paddeln.

weiter auf Seite 6

Schloss Läckö

auf Aleholmen

auf Burken



Unterwegs mit Boot und Zelt